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Ein Spiel, welches eigentlich drei sichere Punkte liefern sollte (selbst die Haarener glaubten in ihrer Begrüßungsformel ‚Hoffentlich verlieren wir nicht’ nicht wirklich an einen Sieg), entpuppte sich doch eher als Kampfspiel. Trotz unserer Überlegenheit gelang es uns nicht, in Führung zu gehen. Allein Casi (Thomas Wigge) hätte an einem guten Tag drei Buden machen können. Letztlich gingen wir dann durch einen Eckstoß von Carsten Pittig, den der Torwart ins eigene Tor faustete, 1:0 in Führung. Die schlechte Chancenverwertung allerdings war durch die lange verdiente Führung nicht aufgehoben. Erst in der zweiten Halbzeit konnte Neuling Manuel Hartkemper in seinem dritten Spiel nach einem Zuckerpass von Casi über die Abwehr hinweg sein erstes Tor schießen. Auch nach dem 2:0 gab es noch einige Chancen (u. a. ein Freistoß von Marco Avramovic, der an die Latte ging), es blieb aber beim 2:0.

Das Spiel gegen Oesdorf begann mit einer Kuriosität, die es in der zweiten Mannschaft wohl noch nie gegeben hat. Während sich 8 der an diesem Wochenende verfügbaren 2.te Mannschaft-Spieler bereits in Oesdorf befanden, fehlte von 3 Spielern jede Spur. Ein Anruf per Handy sorgte dann für allgemeine Erheiterung, da die drei nicht nach Oesdorf, sondern nach Ossendorf gefahren waren. Da sie zu allem Überfluss auch noch die Trikots im Auto hatten, konnten wir uns erst 10 Minuten vor Spielbeginn umziehen und dann ging es ohne Warmmachen sofort ins Spiel (dass nicht gerade zu den technisch hochklassigen zählen sollte).
In der ersten Halbzeit spielten wir noch mit dem Wind und konnten nach etwa 20 Minuten durch ein Tor von Bernd Humberg in Führung gehen. Dieser hatte die Kugel nach einem von Marco Avramovic schnell ausgeführten Freistoß an dem verdutzten Oesdorfer Keeper vorbeigeschoben. In der Folge spielten wir schlecht und Oesdorf noch schlechter. Ein Grund für unsere Spielweise war sicherlich, dass Christian Pittig früh im Spiel Probleme mit dem rechten Oberschenkelmuskel hatte und aufgrund der fehlenden Ersatzspieler zum Standfußball auf der linken Außenbahn verdammt war. Zum Ende der ersten Halbzeit drängte Oesdorf dann gegen die Lichtenauer „Zehn“ auf den Ausgleich, den Frank Pittig zunächst mit einer Parade - bei der er den Ball aus dem linken Torwinkel fischte - verhindern konnte. Schon kurz darauf aber machten es die Oesdorfer besser und der Ball zappelte nach einem Schuss aus etwa 11 Metern im Tor.

Zur Halbzeit wurden die Spielhälften gewechselt und wir mussten nun gegen den „Sturm“ spielen, da aus dem Wind und Nieselregen der ersten Halbzeit ein Sturm geworden war, bei dem es auch noch wie aus Eimern goss. Der Wind beförderte jeden Ball sofort wieder in unsere Hälfte. Selbst der zum Abstoß abgelegte Ball rollte aufgrund des Windes immer wieder fort. Oesdorf wurde also quasi in unsere Hälfte gedrückt, während wir gegen Wind, Regen und unsere Gegner ankämpfen mussten. Die ersten Minuten klappte dies noch recht gut. Bis Oesdorf in der 70. Minute aus etwa 20 Metern aufs Tor schoss. Obwohl Frank Pittig den schnellen Ball parieren und an die Latte lenken konnte, prallte der Ball von der Latte zurück an den Rücken unseres Keepers und landete dann im Tor. Das so unglücklich gefallene 2:1 führte zu einem Bruch in unserem Spiel. Die Kräfte liessen nach und Oesdorf sich nicht zweimal bitten. So folgte nach dem 3:1 Kopfballtor auch noch mit dem Schlußpfiff das 4:1…

Im ersten Spiel der Rückserie gegen Etteln wollten wir uns für die unglückliche Niederlage im Hinspiel revanchieren. Leider war der Trainingsrückstand deutlich zu sehen (allerdings von beiden Mannschaften). Selbst bei der Begrüßung merkte man, dass die Rückserie gerade erst begonnen hatte. Kapitän Carsten Pittig war wieder mal so enthusiastisch dabei, dass er die Begrüßung „Wir begrüßen ... mit einem kräftigen Schuss – Tor“ gleich selbst komplett ausschrie, sodass für die anderen keine Möglichkeit bestand, „Tor“ zu rufen.

Über die gesamten 90 Minuten kam eigentlich kaum ein Pass da an, wo er hinsollte. Aber es sollte ein Spiel mit der bisher besten Chancenverwertung werden. Insgesamt bekam der Ettelner Keeper maximal 5 Schüsse aufs Tor. Das 1:0 entstand durch eine Flanke von Christian Pittig. Der Libero verschätzte sich und konnte den Ball nur noch knapp berühren. Carsten Pittig rannte am Libero vorbei auf den Ball zu, ebenso wie der Ettelner Torwart, der seinen Kasten verlassen hatte. Beide grätschten Richtung Ball, der dann irgendwie am Torwart vorbei ins Netz kullerte.

In der zweiten Halbzeit gelang den Ettelnern der Ausgleich, der eigentlich wegen Abseits aberkannt werden musste. Es gab noch einen Freistoss für Lichtenau etwa 25 Meter vorm Tor. Carsten Bickmann führte den Freistoss aus und schoss genau auf den Torwart, der den Ball nicht festhalten konnte. Der Ball rollte zurück Richtung Elfmeterpunkt. Carsten Pittig war nach der Ausführung sofort Richtung Tor gelaufen und stolperte den Ball nach mehreren Versuchen, das Ding zu versenken, zum 2:1 Siegtreffer ins Tor.