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Spieltag: 30 (01.06.06 Do) | SV Haaren III : VfL Lichtenau II (3:2) | Kreisliga C | Saison 2005/2006 — Lichtenau II verliert letztes Saisonspiel und hat trotzdem Grund zur Freude [fp]

Gestern Abend stand das letzte Saisonspiel auf dem Programm...

Bei fast schon irregulären Bedingungen baten die Haarener auf ihrem Ausweichplatz zum Tanz. Starker Regenfall, ein tiefer Platz und knöcheltiefe Pfützen liessen nicht auf ein hochklassiges Spiel hoffen.

Zudem stand bei dem Spiel einiges auf dem selbigen...
Lichtenau II wollte unbedingt gewinnen, um noch an den punktgleichen, aber bei der Tordifferenz besseren Kleinenbergern vorbeizuziehen. Und Haaren III wollte unbedingt gewinnen, um Husen noch zu überholen und die Saison nicht als letzter abzuschließen.
Zu diesem Zweck hatten die Haarener schon in den letzten Wochen mit einer komplett anderen Truppe gespielt. Ein Großteil der Alten Herren und weitere Verstärkungen hatten für gute Ergebnisse gesorgt. Am letzten Sonntag verlor man z.B. nur knapp gegen Tabellenführer Fürstenberg.

Im Prinzip also ein interessantes Spiel. Allerdings musste man sich erst an die schwierigen Platzverhältnisse gewöhnen.
Dies gelang uns ein wenig besser, da wir schon nach knapp 5 Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Nach einer Ecke von Thomas "Pommel" Sommer drückte Fredi Avramovic das Leder über die Linie.
Doch nun war Haaren geweckt. Trotz des schweren Geläufs spielten sie sich mit schönen Kombinationen immer wieder in unsere Hälfte. Die zahlreichen Möglichkeiten wurden entweder von der guten Abwehr (Christian Pittig, Matthias Beer, Marco Avramovic und Thomas Wigge) vereitelt oder von unserem gut aufgelegten Keeper Frank Pittig abgewehrt...
Dabei war sowohl unsere Abwehrarbeit, als auch der gegnerische Sturmlauf immer wieder überraschend, da der Ball sich aufgrund der vielen Pfützen nicht immer so verhielt, wie eigentlich gewohnt.
Etwa in der 35sten Minute hatten wir dann die Chance zum 2:0. Frank Bickmann wurde lang geschickt und legte den Ball quer auf unseren mitgelaufenen Verteidiger Marco Avramovic. Dieser netzte gekonnt ein. Aber der Schiedsrichter erkannte das Tor aufgrund einer erkannten Abseitsstellung nicht an. Fast im direkten Gegenzug mussten wir uns dann geschlagen geben und fingen das unhaltbare 1:1.
Etwas verärgert legten wir kurz vor Ende der ersten Halbzeit aber noch einmal nach und gingen durch ein "Stochertor" von Frank "Radio" Bickmann erneut in Führung.

Mit dem 2:1 in der Halbzeit wussten wir, dass das Spiel noch längst nicht entschieden war. Haaren machte einen guten Eindruck und bei den Platzverhältnissen konnte man sich jederzeit ein Gegentor fangen. Daher wussten wir, dass wir dieses Spiel nur über den Kampf nach Hause bringen konnten.

In Halbzeit zwei wechselte Haaren dann zwei Spieler aus. Wir selbst wechselten noch nicht, da wir mit Spielertrainer Thomas "Marlowe" Curth und dem leider immer noch verletzten Carsten Pittig kaum Alternativen hatten.
Vom Anstoß an machte Haaren Druck. Die Mannschaft war überhaupt nicht mit der Mannschaft der Hinserie zu vergleichen. Schönes Kombinationsspiel, das durch uns immer wieder zerstört wurde. Jeder spielte mit Energie, aber man merkte, dass der tiefe Platz nicht wirklich gut für unsere Kondition war. Dennoch hielten wir tapfer dagegen. Bei einem Foul an Frank Bickmann hätte der Schiedsrichter evtl. auf Elfmeter entscheiden können. Er pfiff allerdings nur Freistoß, da man die weggeregnete Linie nicht mehr erkennen konnte. Der Freistoß blieb dann leider in der Mauer hängen. Haaren drückte weiter aufs Tempo und wurde belohnt. Eine lange Flanke, die immer länger wurde, passierte Freund und Feind und wurde vom Haarener Spieler unhaltbar per Kopf verwandelt.
Nur noch 2:2...

Haaren witterte Morgenluft, aber auch wir wollten nicht verlieren. Wir wechselten die beiden "frischen Kräfte" (siehe oben) ein. Schön, dass Carsten Pittig zum Ende der Saison nach langer Verletzung noch einmal gegen den Ball treten konnte. Und auch Marlowe stand nach knapp 2 Jahren zum ersten und wohl auch zum letzten Mal in seiner langen Laufbahn auf dem Feld. In ungewohnter Position (Sturm statt Abwehr) legte er den Ball sogleich mit einem schönen und vielumjubelten Hackentrick auf Manuel Hartkemper weiter. Doch leider wurde dieser in der Folge gestört, so dass sich keine Möglichkeit ergab. Die folgenden Minuten kann man wohl am Besten als Lichtenauer Abwehrschlacht beschreiben. Wir hatten keine Torchance mehr und standen nur noch unter Druck. Doch konnten bis zur 92sten Minute alle Angriffe pariert werden. Doch leider war das Spiel da noch nicht vorbei. Knapp 7 Meter vor dem Tor fiel einem Haarener Spieler der Ball vor die Füße. Er schaute hoch, guckte sich die Ecke aus und schob den Ball ins Netz.

Die Haarener jubelten, da sie soeben die Rote Laterne an Husen weitergegeben hatten und bei uns machte sich große Enttäuschung breit. Der Schiedsrichter ließ den Anstoß ausführen und pfiff direkt danach ab.
Die große Chance vor Kleinenberg zu stehen, war wohl vergeben. Zwar konnten wir davon ausgehen, dass Kleinenberg gegen Hegensdorf verloren hatte, aber wir hätten 8 Tore aufholen müssen, um über die Tordifferenz an den Kleinenbergern vorbeizuziehen.

Doch dann erreichte uns die fast unglaubliche Nachricht. Kleinenberg hatte soeben mit 16:0 in Hegensdorf verloren. Hegensdorf hat durch die gleichzeitige Niederlage von Helmern in Atteln ein Entscheidungsspiel erzwungen und kann sich bei uns bedanken, da wir sie durch unseren Sieg über Helmern (vor 3 Wochen) erst wieder in Schlagdistanz gebracht haben. Dafür bedanken wir uns bei den Hegensdorfern, da wir dank ihres hohen Sieges noch an Kleinenberg vorbeigezogen sind.

Zum Saisonabschluss können wir mit Platz 6 durchaus zufrieden sein. Die Derbygegner Husen, Holtheim und Kleinenberg finden sich alle hinter uns in der Tabelle wieder. Außerdem sind wir die Zweitbeste Zweite Mannschaft der Liga. Ganz einfach könnte man sagen, das wir die beste "Nichttrainierende Mannschaft" waren, da alle Mannschaften vor uns Aufstiegsambitionen hatten und dementsprechend trainiert haben...

Heute Abend wird Platz 6 dann bei der Saisonabschlussfeier ordentlich gefeiert. Mal sehen, was nächstes Jahr möglich ist. Soviel sei schonmal verraten: Wir haben viel vor...

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